Zuschüsse für Fenster - und Türenaustausch

Ausgeweitete staatliche Förderung

Modernisierungsmaßnahmen werden belohnt. Die Bundesregierung hat bestehende Förderprogramme im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030 optimiert und bietet Hauseigentümern die Möglichkeit, kurzfristig in die Modernisierung ihrer Immobilien zu investieren. Dafür erhalten Bauherren ausgeweitete staatliche Förderungen für energieeffizientes Bauen.

Nachfolgend haben wir die wichtigsten Informationen und Maßnahmen für Sie aufgeführt, damit Sie Ihre Kunden ausführlich beraten und kompetente Services anbieten können:

Neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

Das Webangebot unter www.machts-effizient.de des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie hilft dabei, das passgenaue Förderangebot zu finden. „Ziel der „Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen“ (BEG-EM) ist es, Investitionen in Einzelmaßnahmen anzustoßen, mit denen die Energieeffizienz und der Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch für Wärme und Kälte in Gebäuden in Deutschland gesteigert und die CO2-Emissionen des Gebäudesektors in Deutschland gesenkt werden." Zu den zahlreichen förderungsfähigen Maßnahmen gehören unter anderem Dämmmaßnahmen der Gebäudehülle sowie der Austausch von Fenstern und Außentüren. Auch die Installation eines sommerlichen Wärmeschutzes, zum Beispiel durch den Einbau von Rollläden, wird gefördert. Maßnahmen, die die Gebäudehülle energieeffizienter machen, werden mit dem neuen iSFP-Bonus in Höhe von 25 % bezuschusst.

Gebäudeenergieberatung

Der erste Schritt für die Förderung von Sanierungsmaßnahmen mit iSFP-Bonus ist eine Gebäudeenergieberatung mit anschließender Ausstellung eines individuellen Sanierungsfahrplanes (iSFP) für Wohngebäude. Die Kosten für die Beratung werden vom Staat mit 80 % gefördert. Werden Einzelmaßnahmen aus dem Sanierungsfahrplan umgesetzt, wird hierfür seit Jahresbeginn vom BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) ein Zuschuss von 25 % gezahlt. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude - Wohngebäude (BEG-WG) und die Bundesförderung für effiziente Gebäude - Nicht-Wohngebäude (BEG-NWG) in der Kredit- und Zuschussvariante zur Durchführung durch die KfW-Bank beginnt am 01. Juli 2021.

Energieeffizienz-Experte

Um den aktuell erhältlichen Zuschuss für neue Fenster beim BAFA zu beantragen, ist die Einbindung eines Energieeffizienz-Experten (EEE) erforderlich. Eine Liste aller Experten ist unter www.energie-effizienz-experten.de einsehbar. Bevor der Antrag gestellt werden kann, erstellt der EEE eine sogenannte technische Projektbeschreibung (TPB), in der die zu beantragende Maßnahme erläutert wird. Für die technische Projektbeschreibung stellt das BAFA ein elektronisches Formular zur Verfügung, das durch den EEE ausgefüllt werden muss. Nach Erstellung der technischen Projektbeschreibung durch den EEE erhält dieser eine sogenannte TPB-ID. Diese TPB-ID wird zur eigentlichen Antragstellung benötigt. Antragsberechtigt sind Eigentümer, Pächter oder Mieter des Grundstücks, Grundstücksteils, Gebäudes oder Gebäudeteils mit Einverständniserklärung des Eigentümers.

Antragstellung vor Umsetzung

Der Antrag muss vor der Beauftragung der Maßnahmen über das elektronische Antragsformular des BAFA gestellt werden. Auch, wenn Kostenvoranschläge bei Antragstellung nicht hochgeladen werden müssen, sollten diese dennoch vorliegen, da eine nachträgliche Korrektur der Kosten nach oben nicht möglich ist. Die Summe, der im Antrag angegebenen Kosten ist für die Entscheidungsgrundlage der Förderung maßgeblich. Sind alle erforderlichen Unterlagen vorhanden, erfolgt von der BAFA der Zuwendungsbescheid. Damit können die Maßnahmen zur energetischen Sanierung beauftragt werden. Sobald die jeweiligen Rechnungen über die entstandenen Kosten mit Verwendungsnachweis und dem technischen Projektnachweis online eingereicht wurden, werden die Zuschüsse ausgezahlt. Dabei können, sofern der iSFP dies vorsieht und nachweislich eine energetische Verbesserung erreicht wird, Einzelmaßnahmen über mehrere aufeinanderfolgende Jahre hinweg beantragt werden. Der iSFP-Bonus von 5 % wird jedes Mal erneut angerechnet.

Steuersparpaket für Bauherren

Materialkosten, die im Rahmen einer energetischen Sanierungsmaßnahme anfallen, können steuerlich geltend gemacht werden. Insgesamt können 20 % der Lohn- und Materialkosten von bis zu 200.000 € innerhalb eines Zeitraumes von 3 Jahren direkt von der Steuerschuld abgezogen werden. Das heißt, es können bis maximal 40.000 € Steuerersparnis in Anspruch genommen werden. Gleichzeitig wird mit dem Austausch von veralteten Fenstern gegen moderne wärmedämmende Fenster die Energieeffizienz des Hauses gesteigert und Heizkosten gespart.

Die gesamte Abwicklung ist einfach und unbürokratisch. Grundsätzlich sind alle energetischen Maßnahmen förderfähig, die auch von der KfW als förderfähig gelten. Begünstigt werden Gebäude und Eigentumswohnungen, die älter als 10 Jahre sind. Dabei muss die Immobilie selbst genutzt bzw. durch den Eigentümer selbst bewohnt werden. Damit die Bauherren den Steuerbonus erhalten, brauchen sie beim Finanzamt lediglich die Rechnung des Fachunternehmens, den Überweisungsbeleg über den Rechnungsbetrag sowie eine Fachunternehmererklärung vorzulegen. In dieser versichert der ausführende Fachbetrieb nach Fertigstellung der Arbeiten, dass die energetischen Mindestanforderungen und Wärmedämmwerte eingehalten wurden.

Damit Sie Ihren Kunden einen umfassenden Service bieten können, haben wir die Fachunternehmererklärung für Sie vorbereitet. Zusätzlich haben wir eine erweiterte Erklärung für Sie vorbereitet, die Sie nutzen können, wenn ein Energieberater in die Modernisierungsmaßnahmen eingebunden war. Beide Dokumente stehen Ihnen nachfolgend zum Download bereit.

Fachunternehmererklärung

Fachunternehmererklärung mit Energieberater

Sie finden die Dokumente ebenfalls in Ihrer Aldra-Experthek unter dem Menüpunkt "Downloads" unter "Prospekte, Formulare, Anleitungen". Bitte halten Sie Ihre persönlichen Zugangsdaten für den Log-In bereit.
 

zur Aldra-Experthek

Aldra-Experten-Tipp

Um doppelten Aufwand zu vermeiden, empfiehlt es sich, energetische und barrierereduzierende Maßnahmen miteinander zu kombinieren. Zu den barrierefreien Maßnahmen gehört zum Beispiel das Entfernen von Schwellen vor und in der Wohnung. Auch das Einsetzen einer extra breiten Tür kann von Vorteil sein. Wie die energetischen Maßnahmen werden auch Maßnahmen zur Barrierereduzierung finanziell von der KfW Bank unterstützt. Seit Kurzem sind Zuschüsse in Höhe von maximal 12,5 % der förderfähigen Kosten erhältlich. Für die Antragstellung gilt auch hier, dass nur Vorhaben gefördert werden, die zum Zeitpunkt des Antrages noch nicht begonnen haben.

Die KfW hat einen Flyer "Klimaschutz mit Glas und Fenstern" aufgelegt, in dem die vielfältigen Förderprogramme übersichtlich aufgeführt sind. Hier finden Sie wichtige Änderungen und aktuelle Förderbedingungen. Nachfolgend steht Ihnen der Flyer zum Download bereit:
 

Flyer KfW-Förderprogramme

Homelink