Investition in die Zukunft

Neue Fertigungslinie mit modernster Technologie

Dank einer stetig steigenden Nachfrage nach Fenstern aus Kunststoff von Aldra wurde in Meldorf im Juni 2021 der Entschluss gefasst, umfassend und nachhaltig in die Erhöhung der Produktionskapazitäten zu investieren. Umgehend wurden – typisch norddeutsch – die Ärmel hochgekrempelt. Nach gründlicher Prüfung der örtlichen Gegebenheiten fiel die Entscheidung, zusätzlich zu der bestehenden Anlage eine weitere, neue Produktionslinie auf dem Aldra-Werksgelände zu errichten.  

Neben den Anforderungen, effizient und konsequent die hohen Qualitätsstandards, mit denen die Kunststofffenster von Aldra gefertigt werden, umzusetzen, standen in dem Pflichtenbuch der neuen Produktionslinie auch die Optimierung der Ressourcennutzung, die Verbesserung der Arbeitsabläufe sowie die Umsetzung von energieeffizientem und ergonomischem Arbeiten. Mit einem vorausschauenden Blick in die Zukunft sollte zudem die Kompatibilität der Maschinen in eine größere Anlage gegeben sein, damit - würden die Wachstumsziele weiterhin kontinuierlich umgesetzt - die Kapazitäten weiter ausgebaut werden können.

Ganzheitliche und langfristige Lösung


In Zusammenarbeit mit der Firma Stürtz Maschinenbau GmbH aus Neustadt / Wied-Rott wurden bereits nach vier Wochen intensiver Planungszeit die Bestellungen für die neuen Anlagen ausgelöst. „Seit über 25 Jahren arbeitet Aldra partnerschaftlich mit Stürtz zusammen. Gemeinsam denken wir ganzheitlich und realisieren langfristige Lösungen, mit denen wir auch zukünftig die Herausforderungen des Marktes erfüllen können“, betont Stefan Limberg, Technischer Leiter der Fenster und Türen GmbH, die gute Zusammenarbeit mit dem Anlagenhersteller.

Entstehen sollte die neue Fertigungslinie in einer bis dahin anderweitig genutzten Halle. Während die neuen Maschinen entsprechend der Anforderungen gefertigt wurden, nutzte der norddeutsche Fensterhersteller die Zeit, um die 3000 Quadratmeter der intern bezeichneten „Halle 7“ energieeffizient zu sanieren. Mit Beginn des neuen Jahres 2022 fiel der sinnbildliche Startschuss für den Aufbau der einzelnen Bestandteile, die zusammen die neue Linie bilden sollten.

In knapp drei Monaten steuerten 21 LKWs Aldra an und brachten zirka 270 Tonnen Ladung nach Meldorf. Darunter befanden sich unter anderem 14 intelligente, programmierbare Steuerungen, 93 Servo-Achsen, 20 PCs, 12.000 Meter Kabel sowie vier moderne Roboter, mit denen der Industrie 4.0-Gedanke – der automatisierten Fertigung – weiter verwirklicht werden konnte.

„Mit den stetig steigenden Anforderungen und den unzähligen Möglichkeiten, in denen unsere Fenster realisiert werden können, ist jeder Auftrag einzigartig. Ob 76er-oder 88er-Profilstärke, farbig oder mit Sicherheitsausstattung – so individuell die Kundenwünsche, so herausfordernder ist die sinnvolle Taktung einer modernen Fertigung,“ weiß Stefan Limberg. „Mit den in der neuen Linie entstanden Inselarbeitsplätzen können wir die vom Markt gestellten Ansprüche optimal erfüllen. Mit einem Höchstmaß an Flexibilität können die Durchlaufzeiten schneller und ressourcenschonender realisiert werden. Die Automatisierung bestimmter Aufgaben ist dabei ein logischer Bestandteil. Gleichzeitig werden die Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiter verbessert. Das Tragen großer Gewichte wird beispielsweise von Maschinen übernommen, sodass die körperliche Belastung deutlich minimiert wird.“

Perfekt aufeinander abgestimmt

Für den hohen Automatisierungsgrad der neuen Anlage sorgt die Summe der verschiedenen Bestandteile, von denen bereits ein Teil in der bestehenden Fertigung der Aldra Fenster und Türen fest implementiert ist. Dazu gehört neben dem Glaspuffersystem unter anderem auch der Glaseinstellroboter. Der Prototyp dieser Maschine wurde bereits 2021 erfolgreich in die Fertigung integriert. Von der Funktionalität überzeugt, übernimmt ein weiteres Modell auch in „Halle 7“ das Einstellen der Glasscheiben in die passenden Fensterelemente. Glasscheiben bis zu einer Größe von 2 x 2,5 Meter werden somit sicher und präzise eingebracht.
Auch von der Effektivität des Abstapelroboters, der täglich bis zu 1.800 Profilabschnitte zur Weiterverarbeitung von der Stabbearbeitungsmaschine zur Schweißanlage in die entsprechenden Sortierwagen abstapeln kann, konnte sich der norddeutsche Fensterhersteller bereits umfassend überzeugen, sodass ein weiteres Modell einen festen Platz in der neuen Linie erhalten hat.

Keine Prototypen, aber auf dem neuesten Stand der Technik sind das neue Stabbearbeitungszentrum und die neue Turbo-Schweißmaschine, die nicht nur durch die optimierte Geschwindigkeit besticht, sondern auch durch ihre hohe Flexibilität. Parallel- und Diagonalfuge, 76er und 88er-Profile, sogar Glasfaser verstärkte Profile können mühelos mit einem Zeitgewinn von zirka einem Drittel gegenüber anderen Schweißapparten weiterverarbeitet werden. „Mit dieser Maschine haben wir auch ein Backup für alle anderen Linien gewonnen“, erklärt Stefan Limberg weiter.

Nach nur knapp drei Monaten Aufbauzeit war es dann so weit und das erste fertige Fenster aus Kunststoff wurde in der neuen Linie „Halle 7“ gefertigt. Nicht ohne Stolz auf die schnelle Umsetzung und die hohe Qualität der neuen Anlage, mit welcher der Produktionsumfang pro Tag um bis zu 150 Fenster aus Kunststoff erhöht werden konnte, lud der norddeutsche Fensterhersteller dann am Donnerstag, 9. Juni 2022, ein, um die neue Linie offiziell einzuweihen. Nach herzlicher Begrüßung in der ebenfalls in diesem Jahr neu gestalteten Ausstellung konnten die Gäste aus Politik, Wirtschaft und Presse die neue Anlage mit eigenen Augen begutachten.  

„Als modernes Familienunternehmen mit tiefen und festen Wurzeln sind wir der Region, unseren Mitarbeitern und natürlich unseren Kunden gegenüber verpflichtet. Mit rund 4,5 Millionen Euro investieren wir in den Standort Meldorf, in die Optimierung der Arbeit und in die Qualität unserer Produkte, um sowohl heute als auch in Zukunft unsere Kunden marktgerecht mit hochwertigen und langlebigen Fenstern und Türen beliefern zu können“, präsentiert Jan-Peter Albers, geschäftsführender Gesellschafter die neue Fertigungslinie.

 

"Wer in der Gegenwart investiert, investiert in die Zukunft."

(Hans-Georg Exler)

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