Denkmalschutzprojekt im Norden

Gebäude am Hamburger Gänsemarkt mit neuen Fenstern auf alt getrimmt

Frankfurt. Klar war: So sah das fast 160 Jahre alte Haus am Gänsemarkt 30/31 in Hamburg nicht mehr gut aus. Zu allem Übel zog es auch noch im gesamten Gebäude, weil die alten Fenster über die Jahrzehnte undicht geworden waren. Also wurden die alten Häuseraugen durch moderne Exemplare mit fortschrittlicher Wärmedämmung ersetzt. Wichtige Vorgaben waren die Einhaltung des Denkmalschutzes und eine Farbwahl, die dem klassischen Vorbild entsprach.

Das modernisierte Gebäude am Gänsemarkt 30/31 in Hamburg ist Teil eines denkmalgeschützten Ensembles. „Es sollte aber nicht nur Teil des Ensembles sein, sondern sich auch wieder perfekt in die historische Häuserreihe einfügen“, erklärt Jan-Peter Albers, Geschäftsführer des mit der Herstellung der Fenster befassten Unternehmens. Die Wahl fiel daher nach langwieriger Abwägung auf zweiflügelige Kunststofffenster mit Dreifachverglasungund gutem Schallschutz und dem so genannten Stulpflügel. Dazu Albers: „Ein Stulpflügel ist bei einem zweiflügeligen Fenster ohne festen Pfosten der Flügel, der zuletzt geöffnet wird.“ Die Rahmen mit integrierten Fensterfalzlüftern wurden mit dunkel folierter Oberfläche mit Holzstruktur in der Dekorfarbe Eiche ausgeführt.

Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Die nach alten Vorbildern gestalteten Fenster haben das Erscheinungsbild des Gebäudes und die Wohnqualität in den oberen Geschossen deutlich verbessert. "Wenn man nicht wüsste, dass es sich um Kunststofffenster handelt, würde man glatt vermuten, dass sie aus Holz gefertigt sind. Ein tolles Beispiel der vielfältigen Möglichkeiten im Fensterbau,“ erklärt Ulrich Tschorn, Geschäftsführer des Verbandes Fenster + Fassade (VFF).                                           VFF/DS

Homelink