Gesundes Raumklima durch richtiges Lüften

Frische Luft für Ihre Gesundheit

Frische sauerstoffhaltige Luft ist für einen gesunden ­Körper absolut notwendig. Sie regt die Zellen des ­Körpers an, beschleunigt Heilungsvorgänge im Körper, tötet Keime ab, stärkt das Immunsystem und reinigt die Lunge. Studien belegen, dass die Leistungsfähigkeit in Räumen, in denen regelmäßig gelüftet wird, höher ist als in Räumen ohne ausreichenden Luftaustausch. Zirka 30 Kubikmeter frische Luft pro Stunde und Person sind für eine ausreichende Lüftung der Räume gesundheitlich notwendig. Mit dieser Menge an Frischluft wird das Risiko von zu viel Feuchtigkeit in der Luft reduziert, die häufig die Ursache von Feuchteschäden und Schimmelbildung ist.

Für ein rundum gesundes Raumklima müsste täglich mehrfach bei komplett geöffnetem Fenster gelüftet werden. Der Luftaustausch hängt dabei von raumbezogenen Faktoren wie beispielsweise Größe der Räume, Einrichtung und Wärmequellen ab. Hinzu kommen physikalische Bedingungen wie wind- und thermisch bedingte Druckunterschiede und natürlich auch die Größe der Öffnungsfläche der Fenster und die Lage der Fenster zueinander.

Richtig lüften - gewusst wie!
  • Räume mit höchster Luftfeuchtigkeit: Bad, Schlafzimmer und Küche
  • Lüften der Räume unmittelbar nach der Benutzung
    > Abtransport von hoher Luftfeuchtigkeit
    > kein automatischer Luftaustausch durch oftmals geschlossenen Innentüren
    > je höher die Luftfeuchtigkeit, desto größer das Risiko der Schimmelbildung
    > effektives Stoß- oder Querlüften von 10-15 Minuten

 

  • Altbau:
    > weniger dichte Gebäudehülle als bei Neubauten
    > automatisch stattfindender Luftaustausch über kleine Undichtigkeiten im Haus
    > automatische Lüftung kein Ersatz für echtes Lüften
    > effektive Kombination von heizen und lüften
    > Vermeidung des Auskühlen der Räume
    > zwei- bis dreimal am Tag für 5 bis 10 Minuten stoßlüften
    > Anpassung des Lüftungsverhalten nach Modernisierungsmaßnahmen
  • Neubauten:
    > hohe Luftfeuchtigkeit durch dichte Gebäudehülle und hochgedämmte Fenster und Türen
    > mehrmals am Tag für 5 bis 10 Minuten querlüften
    > maximaler Abtransport der Luftfeuchtigkeit durch effektives Heizen
    > auch wenig genutzte Räume heizen
    > regelmäßige Überprüfung des Lüftungsverhaltens
  • Notwendigkeit des Lüftens trotz Pollenbelastung
    > empfehlenswert ist kurzes Stoßlüften
    > Vermeidung von dauerhaftem Lüften
    > große Pollenbelastung durch ständig gekippte Fenster
    > Berücksichtigung der Pollenkonzentration in der Luft – je nach Wohnregion und Tageszeit
  • Herunterdrehen der Heizung beim Lüften
  • Vermeidung von zu langem Lüften
    > Auskühlen der Räume
    > Verschwendung von Heizenergie
    > Schonen von Geldbeutel und Umwelt
  • Vorbeugung von Feuchtigkeit und Schimmel durch effektives Heizen
    > Aufnahme und Abtransport von Feuchtigkeit durch erwärmte Raumluft
    > Geringere Aufnahme von Feuchtigkeit durch kalte Raumluft
  • Kein Sparen von Heizkosten durch unzureichendes Lüften
  • Energieeinsparung durch gleichmäßiges Heizen
  • Heizung bei längerer Abwesenheit Heizung nicht komplett abschalten
    > Auskühlen des gesamten Mauerwerks
    > hoher Energieverbrauch durch erneutes Aufheizen
  • effektive Nutzung und Verteilung der Heizungsluft
    > kein Blockieren oder Zustellen der Heizkörper und kalter Wände
    > Vermeidung von Kondensation und Schimmelbildung
  • Heizen auch von wenig genutzten Räume während Heizperiode
  • Nutzung von mehreren Heizkörpern
  • Vermeidung von Temperaturunterschieden von mehr als 5 Grad im Hausinneren
  • effektive Kombination aus Lüften und Heizen für hohe Luftqualität, Energieeinsparung und Umweltschutz
    > Verschwendung von Heizenergie durch zu viel heizen
    > Entstehung von hoher Luftfeuchtigkeit durch zu wenig heizen
    > Verschwendung von Heizenergie durch falsches Auf- und Abdrehen der Heizung
  • keine allgemeingültige Definition einer idealen Raumtemperatur
  • Kombination aus Lüften und Heizen zur Vorbeugung von Schimmel
    > warme Luft nimmt mehr Luftfeuchtigkeit auf als kalte Luft
    > Vermeidung von Kondensation
  • Richtwerte:
    > Wohn- und Kinderzimmer 20 bis 24 Grad
    > Schlafzimmer ca. 17 Grad
    > Küche ca. 18 bis 20 Grad

 

  • Sommer: feuchte Sommerluft
    > längerer Luftaustausch aufgrund feuchter Sommerluft nötig
    > im Sommer länger als im Winter lüften
    > tagsüber schließen von Türen und Fenstern, ggf. Verwendung von Sonnenschutz
    > morgens, abends und ggf. nachts lüften, damit nur kühle Luft ins Haus strömt
    > für effektiven Luftaustausch kurz und kräftig stoßlüften
  • Winter: trockene, kühle, sauerstoffreiche Winterluft
    > Winterluft ideal für guten Luftaustausch
    > Lüften auch bei kalten Temperaturen
    > Vermeidung von auskühlen der Räume durch zu langes lüften
    > Verschwendung von Heizenergie durch zu langes lüften
    > Fenster nachts geschlossen halten
  • Richtwerte für Dauer von Lüftungsvorgängen:
    > Januar, Februar, Dezember: 
    05 Minuten
    > März, November:
    10 Minuten
    > April, September:
    15 Minuten
    > Mai, Oktober:
    20 Minuten
    > Juni, Juli, August:
    25 Minuten
  • maximale Luftzirkulation und effektiver Luftaustausch durch stoß- und querlüften
  • Vermeidung von Dauerlüften
    > Auskühlen der Räume durch ständig gekippte Fenster
    > Verlust von Heizenergie
    > täglich drei bis vier Mal kurz und stark für fünf bis zehn Minuten lüften
    > individuelle Belüftung je nach Raumart und Nutzung
    > Fenster nachts schließen

 

Lüftungskonzepte - Frische Luft ist Pflicht

Moderner Gebäude haben eine luftdichte Gebäudehülle, durch die mittels üblichem Lüften häufig nicht genug frische Außenluft nachströmen kann. Der unzureichende Luftaustausch kann sich negativ auf die Luftfeuchtigkeit auswirken und infolgedessen Schimmelbildung und die Anreicherung von Schadstoffen in der Raumluft verursachen.

Um sowohl in neuen als auch in modernisierten Gebäuden zu gewährleisten, dass ein ausreichender Luftaustausch stattfindet, müssen gesetzlich vorgeschriebene Lüftungskonzepte durch Fachfirmen erstellt und die notwendigen Maßnahmen baulich umgesetzt werden. Ein Lüftungskonzept regelt Anforderungen an eine Mindestzufuhr von Frischluft für ein ­hygienisches und gesundes Wohnklima. Außerdem sollen so Feuchteschäden an der Gebäudesubstanz vermieden werden. Für die Erstellung des Lüftungskonzeptes werden eine durch den Bewohner aktive Fenster­lüftung sowie eine nutzerunabhängige Lüftung, die auch bei dessen Abwesenheit für einen ausreichenden Luftaustausch sorgt, berücksichtigt. Bei einer luftdichten Gebäudehülle ist ein nutzerunabhängiger und zeitgleich ausreichender Luftaustausch oftmals nur mithilfe automatischer Lüftungstechnik realisierbar.

Generell ist zu beachten, dass die Erstellung eines Lüftungskonzeptes in die Verantwortung der Bauherren fällt, sodass sie die Beauftragung vornehmen müssen. Die Anforderungen gelten für jedes neu zu bauende Haus. In Mehrfamilienhäusern muss der ausreichende Luftaustausch für jede einzelne Wohneinheit konzipiert werden. Das Regelwerk umfasst auch Modernisierungsarbeiten, bei denen mehr als ein Drittel der vorhandenen Fenster ausgetauscht werden.

Lüftungstechnik

Durch heutzutage besonders dichte Gebäude gelingt es, Temperaturen in einem Gebäude bestmöglich zu regulieren. Dementsprechend dringt Kälte nichts ins Innere des Hauses und Wärme bleibt erhalten, was zusätzlich durch moderne Fenster unterstützt wird. Eine dichte Gebäudehülle bedeutet allerdings auch, dass kein automatischer Austausch von Raum- und Frischuft von draußen erfolgt - die verbrauchte Luft bleibt in den Wohnräumen. Um den daraus entstehenden hohen Lüftungsbedarf sicherzustellen, wird zusätzliche Lüftungstechnik eingebaut. Bei Neubauten wird der Einbau von Lüftungstechnik meist bereits bei der Planung des Hauses bedacht. Doch auch bei Bestandsgebäuden und Sanierungen lassen sich nahezu alle Lüfter nachrüsten, sodass Bewohner nicht auf frische Luft und ein gesundes Raumklima verzichten müssen.

Es gibt verschiedene Systeme, die den notwendigen Luftaustausch zuverlässig übernehmen.

  • mechanische Lüftungssysteme
  • automatische Lüftungssysteme
  • Zuluftelemente

Mehr über Lüftungstechnik erfahren

Unsere Aldra-Fachhändler beraten Sie gerne ausführlich zu den unterschiedlichen Möglichkeiten und finden die für Sie geeignete Lösung - ganz nach Ihren persönlichen Anforderungen.
 

Aldra-Fachhändler finden

Homelink